NABU weist auf Wintergefahren für heimische Vögel hin


Haussperling und Star am Futterhäuschen Foto: W. WachtelBei der momentanen Wetterlage benötigen die hier gebliebenen Vögel unsere Hilfe. Das weiße Gestöber der letzten Tage bedeckt weite Teile der Landschaft mit einer dünnen Decke Schnee. Was für den Menschen schön anzuschauen ist, bedeutet für viele Vögel einen Mangel an Nahrungsquellen. Wer den gefiederten Freunden Nahrung anbieten möchte, den ruft der NABU dazu auf, beim Füttern von Wildvögeln im Winter einige Ratschläge zu beherzigen, um den Tieren nicht zu schaden. Die Frage, ob Vögel im Winter überhaupt gefüttert werden dürfen, beantwortet der NABU mit einem klaren Ja. „Wer Vögel füttert, kann sie optimal beobachten und wird mit spannenden Naturerlebnissen belohnt“, sagt NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel. „Gleichzeitig sollte klar sein, dass die Vogelfütterung die Probleme der Vogelwelt nicht löst. Einen naturnahen Garten, eine giftfreie Landwirtschaft und ein reiches Angebot an Nistmöglichkeiten kann man nicht durch ein paar Futterhäuschen ersetzen.“

Um die Winterfütterung zu erleichtern, empfiehlt der NABU die Beachtung folgender  Regeln.

1. Keine Speisereste verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen und Graubrote!
2. Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen u. a. Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), andere Saaten, Erdnüsse (ungesalzen!), Haselnüsse, andere Nüsse, auch Haferflocken als Streu- und Futtermischungen. Die Mischung macht´s! „Damit z. B. Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen Ambrosiapflanze“ führt Waldemar Wachtel weiter aus.
3. Keine Massenfutterplätze einrichten – sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten! Besser sind Futtersäulen und Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere solcher Futterstellen im Abstand zueinander anbringen, damit viele Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln, Rotkehlchen und andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich, insbesondere zum Abend säubern.

Wer Spaß und Freude an der Beobachtung von Wintervögeln hat, seine Artenkenntnisse auffrischen möchte, kann unter www.stundederwintervoegel.de mehr erfahren.