Wandertage bei den Amphibien - NABU ruft zur Unterstützung bei der Amphibienwanderung auf

Rendezvous im Mondschein: Die größeren Weibchen der Erdkröte tragen ihre Männchen Huckepack (Foto: Ricky Stankewitz)Viele Amphibien, vor allem Erdkröten und verschiedene Molcharten, benötigen im Frühjahr Unterstützung. Jedes Jahr ab Anfang März, wenn die Temperaturen über 8°C steigen, machen sich die Amphibien auf den Weg von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Besonders bei Regen sind die Frösche, Kröten und Molche verstärkt unterwegs. Dabei müssen sie auch Straßen überqueren und dies wird leider oft zu einer Todesfalle. Zum Schutz der Tiere ist der NABU auf die Rücksicht der Autofahrer und auf die Unterstützung von Helfern angewiesen.

Ein Abend an den Wanderstrecken wird zu einem aufregenden und romantischen Naturerlebnis, denn die Helfer können liebestolle Krötenmännchen zu ihrer Angebeteten bringen oder sogar in inniger Umarmung verschlungene Paare sicher über die Straße tragen. Mit Taschenlampe, Warnweste, Eimer und Einmalhandschuhen sind die Helfer für diesen wichtigen Einsatz für den Naturschutz passend ausgestattet. Und wer einmal stolz aufgerichtete Krötenmännchen und ihr werbendes Rufen live erleben möchte, ist herzlich an den verschiedenen Wanderzonen willkommen.

Fuß vom Gas!

Wer den NABU während der Amphibienwanderung nicht aktiv unterstützen kann, hat dennoch die Möglichkeit zu helfen. „Klären Sie bitte andere Autofahrer über den Grund der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf“, bittet der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz. „Unter Pkw entsteht ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h ein Unterdruck, der zum Tode der unter dem Wagen befindlichen Tiere führt. Die Amphibien müssen also nicht unbedingt unmittelbar mit dem Reifen überfahren werden, um großen Schaden anzurichten. Umso wichtiger ist es, sich in den Wanderzonen an die angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.“ Stankewitz weist außerdem auf die Gefährdung der ehrenamtlichen Helfer hin und bedankt sich im Voraus für das Verständnis der Autofahrer: „Auch die Helfer, die im Dunkeln die Tiere über die Straße tragen, werden durch zu schnell fahrende Autos gefährdet. Ich bedanke mich schon jetzt für das Verständnis und die Rücksichtnahme der Autofahrer.“

 

Schwalben dürfen in Niedersachsens Ställen weiter brüten
Agrarminister Meyer stellt klar: „Vogelschutz hat Vorrang"


Rauchschwalben dürfen auch weiterhin in Niedersächsischen Ställen brüten. Foto: R. StankewitzHANNOVER. Brütende Schwalben in Kuh- und Hühnerställen sind nicht nur schön anzusehen, sondern ein wichtiger Beitrag von Landwirten für den Vogelschutz. Anlässlich mehrerer Beschwerden von Naturschützern und Landwirten, wonach Veterinäre die Entfernung von Schwalbennestern aus Gründen der Tierseuchenprävention angeordnet haben, hat das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einem Schreiben an die Veterinärämter klargestellt, dass dazu keinerlei Anlass besteht. Schwalben dürfen daher auf Anordnung von Agrarminister Christian Meyer weiterhin in den Ställen brüten.

Das Land hatte dazu auch das Bundesministerium um seine Einschätzung gebeten. Auch von dort wurde das Risiko der Verbreitung von Tierseuchen durch Schwalben als „vernachlässigbar" angesehen. Es gebe daher keinen Handlungsbedarf im Hinblick auf die Entfernung von Schwalbennestern aus den Ställen. „Daher kann hier dem Artenschutz der Vögel Vorrang gegeben werden", sagte Minister Meyer. Sowohl Rauchschwalben als auch Mehlschwalben gehörten zum Bild unserer Dörfer. „Die Ställe auf den Bauernhöfen sind oftmals noch die einzige Möglichkeit für die Schwalben, ihre Nester zu bauen. Ich bin daher sehr froh über die Landwirte, die Schwalben in ihren Ställen haben."

Minister Meyer betonte, dass Schwalben nicht nur eine wichtige Aufgabe im Ökosystem erfüllen, sondern sogar zum Gesundheitsschutz im Stall beitragen. Ein Schwalbenpaar verfüttert in einer Brutzeit etwa ein Kilogramm Insekten, das sind rund 250000 Mücken, Fliegen und Bremsen. Stallfliegen etwa seien als Überträger von Salmonellen bekannt. „Schwalben sind daher eine wichtige Gesundheitspolizei", so Meyer.

Anlass für die Klarstellung des Ministers waren Beschwerden sowohl von Naturschützern als auch von Landwirten, die die seltener werdenden und deshalb geschützten Schwalben in den Ställen behalten wollten, aber nicht sicher waren, ob das veterinärrechtlich zulässig ist. Rauchschwalben bauen ihre offenen Nester vornehmlich unter die Decken von Kuh- oder Schafställen, weil sie dort ein großes Angebot an Insekten finden und die Ställe nicht abgeriegelt sind. Für den Nestbau wird neben Lehm und Ton auch Stroh aus den Ställen verwandt. Mehlschwalben dagegen bauen ihre geschlossenen Nester von außen an Gebäude, zu meist unter Dachüberständen oder in Nischen, und sind deshalb auch in Wohnsiedlungen anzutreffen. Mehl-, Rauch- und Uferschwalben stehen auf der Roten Liste der bedrohten heimischen Brutvogelarten.

Herausgeber: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Diese Presseinformation im Portal des Landes Niedersachsen: http://www.ml.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1810&article_id=136252&_psmand=7

Konstruktive und offene Diskussionsrunde mit Herrn Dr. Hendrik Hoppenstedt MdB

Dr. Henrik Hoppenstedt u. Waldemar Wachtel sind zufrieden.In den D-Räumen des Rathauses in Garbsen fand sich ein gut besetztes Auditorium mit Bürgern, Mitgliedern des NABU und verschiedenen Bürger-Initiativen (BI’s) zusammen. Zwei
Stunden lang beantwortete Dr. Hoppenstedt die vielfältigen Fragen und diskutierte zu den Themen Natur- und Umweltschutz.

In der momentanen Planungssituation
war es natürlich verständlich, dass die meisten Fragen zu dem Thema Erneuerbare Energien mit den Schwerpunkten Windkraftanlagen und Vorranggebiete sowie zu den Stromtrassen-Planungen gestellt wurden. Argumente und Antworten wurden konstruktiv-kritisch ausgetauscht. Herbe Kritik gab es für die Firma TenneT sowie die Bundesnetzagentur (BNetzA) für deren Planungen und den angeblich mangelhaften Verarbeitungen von Informationen aus den Bereichen der Verbände und Kommunen.

Herr Dr. Hoppenstedt hat etliche Fragen, die nicht explicit beantwortet werden konnten notiert und wird diese in Gesprächen mit Bundestagskolleginnen- u. Kollegen sowie den zuständigen Ministern erörtern.

NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel leitete die Sitzung souverän. Er bedankte sich bei Herrn Dr. Hoppenstedt, dass er der Einladung des NABU folgte und sich den teils kritischen Fragen stellte. Insgesamt verlief die Diskussion sehr fair.Da noch etliche Themenkomplexe wie u. a. Biodiversität, Biogasanlagen, Versiegelung von Flächen nicht angesprochen werden konnten, wurde vereinbart, zu einem späteren Zeitpunktnochmals eine ähnliche Veranstaltung durchzuführen.

NABU wirbt in der Region Hannover neue Förderer und Mitglieder - Studenten aus Deutschland werben für den Naturschutz.

Studenten werben für den NABU neue MitgliederDer Naturschutzbund Deutschland (NABU), Deutschlands größter Naturschutzverband wirbt um neue Förderer und Mitglieder. Zu diesem Zwecke sind Studenten aus Deutschland derzeit in Garbsen unterwegs, die für eine Mitgliedschaft im NABU werben. Die Studenten sind mit Informationsmaterial über die Arbeit und dem Veranstaltungsprogramm des NABU Garbsen ausgestattet. Unabhängig von einer Mitgliedschaft kann jeder angesprochene Garbsener Bürger diese Broschüren in Empfang nehmen und für sich oder seine Freunde verwenden. Die jungen Studenten sind in ihren weißen Pullis und dem NABU-Logo mit dem Storch zu erkennen. Der NABU-Ausweis ist ein weiteres Erkennungszeichen. "Ca. 400 Mitglieder und Förderer zählt der NABU Garbsen", sagt Waldemar Wachtel, erster Vorsitzender. Angesichts der vielschichtigen Aktionen und Arbeiten und der Größe Garbsens könnten es  aber auch deutlich mehr sein. Jeder natur- und umweltbewusste Garbsener Bürger, der die Aktivitäten des NABU unterstützen möchte, ist im NABU herzlich willkommen. "In Anbetracht dessen, dass die Stadt Garbsen die Mittel für Natur- und Umwelt immer mehr kürzt, ist dies nicht nur eine Unterstützung für die Natur sondern auch eine Absicherung wichtiger Naturbestandteile  und einer besseren Lebensqualität für unsere Kinder und Kindeskinder", so Wachtel weiter. Der NABU Stadtverband engagiert sich für den Amphibienschutz und rettet jedes Jahr an die 3.000 Frösche und Kröten. Feuchtbiotope werden erhalten oder ausgebaut. Der Fledermausschutz ist ein weiterer Schwerpunkt. Dagmar und Karsten Strube engagieren sich vorbildlich für die Rettung sowie den Aufbau und die Sicherung wichtiger Fledermausquartiere. Landschaftsaufwertungsmaßnahmen werden durchgeführt, viele Nistkästen gefertigt, aufgehängt und jedes Jahr gesäubert, zur Erhaltung und zum Schutz seltener Tierarten.  Mit Kindergärten, Schulen und der Stadt Garbsen kooperiert der NABU bei Natur- oder Waldwochen sowie bei Umweltveranstaltungen. Ca. 1.000 Kinder profitieren jährlich davon. Informationsabende in Bild und Wort, Exkursionen sind weitere Schwerpunkte. Darüber hinaus setzt sich der NABU aber auch ganz aktiv für ein angenehmes Lebensumfeld der Garbsener Bürger ein, sagt Wachtel und verweist  u. a. auf die vielen Gespräche und Verhandlungen mit der Stadt Garbsen und der Region Hannover bei Bebauungsplänen, andere Stadtentwicklungen, der Renaturierung der Hannoverschen Moorgeest, dem regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) und der Verhinderung der riesigen Stromtrassen (Südlink), die Garbsen belasten würden. Über viele weitere Arbeitsschwerpunkte berichtet der NABU an jedem dritten Donnerstag jeden Monats. Wir würden uns sehr freuen, wenn all diese Aktionen mit einem kräftigen Mitgliederzuwachs honoriert würden, sagt Wachtel abschließend.