Aigner lässt Anbauverbot für Genmais prüfen

Erfreulicher Kurswechsel bei Agro-Gentechik in Aussicht

www.NABU.de, 18.02.2009  Der NABU begrüßt die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner (CSU), ein deutschlandweites Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais prüfen zu lassen. „Das ist ein erfreulicher Kurswechsel im Landwirtschaftsministerium. Weder die Verbraucher noch die Landwirte in Deutschland wollen genmanipulierte Pflanzen. Ein Anbauverbot der Maissorte MON 810 ist überfällig und wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der NABU hatte wiederholt kritisiert, dass das Monitoring zu möglichen Risiken von MON 810 für Mensch und Natur von der Herstellerfirma Monsanto selber durchgeführt wird. „Eine strenge Kontrolle gab es bei dieser Risikotechnologie noch nie. Deshalb muss die Ministerin jetzt handeln und den Genmaisanbau sofort verbieten. Wenn die Maissaat erst einmal im Boden ist, ist es eigentlich schon zu spät“, so Tschimpke. ...

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Deutsche wollen kein Genfood

NABU und Slow Food: Schavan lässt Umwelt und Soziales bei Gentechnik außen vor

www.nabu.de, 19.05.2009 -  Mit Blick auf den am morgigen geplanten Runden Tisch zur Zukunft der Grünen Gentechnik in Deutschland haben der NABU und die Verbraucher-Organisation Slow Food Bundesforschungsministerin Schavan aufgefordert, auch über die ökologischen und sozialen Folgen der Biotechnologie zu diskutieren.

Nach den jüngsten Ergebnissen einer von Slow Food beim Forschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebenen Studie sind nach wie vor 78 Prozent der Deutschen eindeutig gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel. Sogar 85 Prozent lehnen auch die Verfütterung von gentechnisch manipulierten Pflanzen an Nutztiere ab. Nicht irrationale Angst, sondern der Respekt vor der Natur ist der am meisten genannte Grund für die Ablehnung. ...

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  Ein Anfang ist gemacht

Einheitliche Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ kommt

www.nabu.de, 11.08.2009 -  Für die Kennzeichnung von Milch, Eiern, Fleisch und anderen Lebensmitteln soll es künftig ein einheitliches Label „Ohne Gentechnik“ geben. Nachdem sich Hersteller und Handel nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen konnten, bietet nun das Bundesverbraucherministerium ein solches Logo zur kostenfreien Verwendung an.

Das neue Zeichen mache es „den Verbraucherinnen und Verbrauchern leichter, sich bewusst für Lebensmittel ohne Gentechnik zu entscheiden“, warb Agrar- und Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) bei der Vorstellung in München. Erste Produkte mit dem neuen Zeichen werden frühestens im Herbst in die Läden kommen. Unter anderem muss noch ein von der Lebensmittelindustrie getragener Verein gegründet werden, der die Zeichenvergabe abwickelt.

Ohne eine umfangreiche Werbekampagne wie bei der Einführung des Bio-Kennzeichens durch Aigners Vor-Vorgängerin Renate Künast (Grüne) dürfte sich der Erfolg jedoch in Grenzen halten. Nicht nur die Verbraucher sind aufzuklären, vor allem brauchen Hersteller und Handel anhaltenden politischen Druck. Gerade die Großen der Branche blockieren bisher. Laut Umfragen würden mehr als 70 Prozent der Verbraucher ihren Einkauf nach der Kennzeichnung ausrichten. Bei einer flächenhaften Einführung wären Milch oder Fleisch ohne Siegel kaum mehr absetzbar. Genau davor scheuen Edeka, Lidl oder Aldi angesichts der weiten Verbreitung von gentechnisch verändertem Futtermais- und -soja zurück. ...

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NABU Regionalverband Hannover -
Experten / Ansprechpartner für transgene Pflanzen und Genmais

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Gisela Wicke
NABU Gehrden
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